Kundenbericht: Walter Hochfellner aus Graz über das DKB Cash Girokonto

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Eröffnung

Die Eröffnung des DKB-Cash-Kontos funktioniert, wie von den Direktbanken gewohnt, ziemlich einfach. Zunächst füllt man online den Eröff nungsantrag aus. Den Antrag kann man sich dann wahlweise selbst ausdrucken oder per Post zusenden lassen. Jedenfalls wird der unterschriebene Antrag noch einmal an die DKB gesendet. Das Porto für diesen Brief sind auch schon die einzigen Kosten, die man jedenfalls für das Konto aufwenden muss. Zusätzlich benötigt die DKB noch eine Kopie eines aktuellen Meldezettels und eine Kopie eines aktuellen Einkommensnachweises (z.B. letzter Einkommensteuernachweis vom Finanzamt, einfach aus Finanzonline zu kopieren). Damit wird der gewährte Kreditrahmen bestimmt. Eine Schufa-Abfrage wird ebenfalls durchgeführt.

Zur Idenditätsfeststellung erhält man dann in den nächsten Tagen einen Ident.Brief mit Rückschein von der Post an seinen Wohnsitz. Mit Führerschein oder Reisepass muss man sich dann ausweisen und einige Daten in den Rückschein übertragen, der an die DKB geht. Die Kosten hierfür übernimmt die Bank ebenfalls. Auf dem Antrag entscheidet man, ob man dem DKB-Club, dem Bonusprogramm der DKB, beitreten möchte. Für aktive Kontonutzung oder Werbung von Kunden erhält man DKB-Plus-Punkte, die man (unter Zuzahlung) gegen diverse Prämien einlösen kann.

In den nächsten Tagen erhält man nun getrennt mit der Post Zugangscode für onlinebanking, Visa-Card, Giro-(Bankomat-)Karte, PIN für Visa, PIN für die Girokarte, iTAN für onlinebanking und kurze Anleitungen, wie man mit diesen Sachen umgeht.

Online-Banking

Da die DKB in Österreich kein Filialnetz betreibt, tätigt man als Österreicher alle DKB-Cash-Geschäfte online (oder am Bankomaten). Das Girokonto und das Kreditkartenkonto werden getrennt voneinander online verwaltet. Für die Transaktionen wird standardmäßig das iTan-Verfahren verwendet, das vergleichsweise geringe Sicherheit gegen Phishing bietet, aber immer noch sehr verbreitet ist. Auf dem Kreditkartenkonto erhält man derzeit eine sehr gute Verzinsung von 2.05%, auf dem Girokonto wie üblich niedrige Zinsen. Das Kreditkartenkonto lässt sich also gut als Sparkonto verwenden, über das man zusätzlich jederzeit mit der Visa-Karte verfügen kann. Falls auf dem Visa-Konto Guthaben vorhanden ist, wird dieses mit Behebungen sofort gegenverrechnet, andernfalls wird der Betrag monatlich zum 22. vom Girokonto abgebucht.

Die Website bietet mit Überweisungen, Daueraufträgen, Terminüberweisungen sowie Transaktionen zwischen den beiden verwalteten Konten die gewohnten Funktionen. Hier ist allerdings ein bedeutender Nachteil für österreichische Kunden versteckt: Daueraufträge sind nur innerhalb Deutschlands möglich. Falls man das DKBCash-Konto statt seinem bisherigen Girokonto verwenden möchte, sollte man dies berücksichtigen. Die Oberfläche ist einfach zu bedienen und zeigt zusätzlich den DKB-Plus-Punktestand sowie die Nachrichten von der Bank an. Kreditkartenabrechnungen und Kontoauszüge werden als PDF ebenfalls online zugestellt und ein Jahr lang bereitgehalten.

Ein Vorteil gegenüber österreichischen Bankkonten ist das genormte HBCI-Verfahren, mit dem über Finanzsoftware auf das Konto zugegri ffen werden kann. Da es sich hierbei um einen o ffenen Standard handelt, sind freie Bibliotheken und Programme zur Buchhaltung, etc. verfügbar, die mit dem Konto synchronisiert werden können. Leider kann über diese Schnittstelle nur auf das Girokonto, nicht aber auf das Visa-Konto zugegri ffen werden.

Geldkarten

Sehr attraktiv ist die enthaltene Visa-Card, die gratis Bargeldbehebungen an Automaten weltweit verspricht. In Deutschland soll es damit zunehmend Probleme geben, weil konkurrierende Banken ihre Automaten für DKB-Visa-Karten sperren. Für DKBKunden bleibt zu hoff en, dass diese Probleme nicht zunehmen. Die Wechselkurse für Fremdwährungen kann man online nachsehen. Falls irgendwo doch Gebühren für eine Behebung verrechnet werden, erstattet die DKB diese im Nachhinein. Formulare dafür stehen online zur Verfügung. Für Reisende kann das DKB-Cash damit ein sehr interessantes Produkt sein. Sehr vorsichtig sollte man mit der Girokarte sein. Sie funktioniert zwar bei den Bankomaten, es wird aber eine Gebühr von 10 Euro pro Behebung fällig. Meiner Meinung nach kann man die Karte als österreichischer Kunde gleich zu Hause lassen, die Visa ist in fast allen Fällen praktischer.

Man sollte zudem berücksichtigen, dass die deutsche Geldkarte-Funktion, die auf der Girokarte freigeschaltet ist (das deutsche Analogon zum österreichischen Quick) nur in Deutschland funktioniert. Solange hier kein EU-Standard gescha en ist, geht man mit dem DKB-Konto ohne die praktische Quick-Funktion, die an Getränke- und Parkscheinautomaten schnelles Bezahlen bietet, aus.

Service und Kontakt

Da die DKB als Direktbank agiert, fällt der Kontakt über die Filialen aus. Dafür bietet die DKB eine E-Mail-Adresse sowie eine Telefonnummer an. Meine bisherigen Mail-Anfragen wurden stets schnell und kompetent beantwortet.

Fazit

Ich empfehle das kostenlose DKB-Cash-Konto als Zweitkonto

  • für Reisende, die die kostenlosen Bargeldverfügungen mit der Visa-Card schätzen,
  • für Sparer, die attraktive Zinsen und mit einer Karte über ihr Geld verfügen wollen,
  • als Ergänzungspaket für Leute, die bei ihrer Hausbank keine kostenlose Visa-Card bekommen.

Als Hauptkonto für Gehalt und alle denkbaren Verfügungen kann ich es wegen der oben genannten Einschränkungen nicht empfehlen. Besonders die fehlenden Daueraufträge nach Österreich und die fehlende Quick-Funktion auf der Girokarte würde ich nicht in Kauf nehmen. Um diesen Mangel auszugleichen, bietet sich als Ergänzung ein ebenfalls kostenloses Girokonto bei einer österreichischen Direktbank, wie z.B. der easybank, an.

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